WAS PASSIERT MIT UNSEREN SPENDEN?

Das Sammeln von Spenden zur finanziellen Unterstützung der Einrichtungen des „Proyecto Don Bosco“ ist eines der zentralen Ziele von BoliVIDA. Daher möchten wir Sie und euch als unsere Spenderinnen darüber informieren, wofür die Spendengelder eingesetzt werden. Bisher haben unsere Spenden zur Deckung der laufenden Kosten beigetragen. Das klingt zunächst etwas unkonkret, beinhaltet aber Dinge, die für die grundsätzliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen essenziell sind, wie z.B. Lebensmittel oder Strom. In diesem Jahr haben wir von der Don Bosco Mission einen Antrag auf Mitfinanzierung eines neuen Projektes in Santa Cruz erhalten, welches wir nun über die kommenden drei Jahre unterstützen werden. Mit einer Summe von 5.000€ jährlich wird BoliVIDA die Arbeit von zwei Straßen-Sozialarbeiterinnen mitfinanzieren.

Aufgabe der Sozialarbeiterinnen ist es, mit den Kindern- und Jugendlichen in Kontakt zu treten, die auf der Straße leben, und ihnen anzubieten einen neuen Weg einzuschlagen. Das Leben auf der Straße bedeutet oft Hunger, Angst, Kontakt mit Gewalt und Drogen und die Präsenz von Jugendbanden. Durch Gesprächsangebote, aber auch durch die Gestaltung von Freizeitaktivitäten, sollen die Sozialarbeiterinnen einen Rahmen schaffen, in dem die Kinder und Jugendlichen, eine Pause von dieser Lebensrealität bekommen und mit Möglichkeiten einer neuen Lebensgestaltung in Berührung treten. Wenn möglich können die Betroffenen dann in eine für sie passende Einrichtung vermittelt werden, in der sie ein Zuhause finden und zur Schule gehen können.

Das mehrstufige System der Salesianer sieht eine langsame Eingliederung der Straßenkinder in die Gesellschaft vor. So ist es beispielsweise sehr wichtig, eine Erstanlaufstelle zu stellen, in der Straßenkinder immer wieder übernachten können und eine Mahlzeit erhalten. Es kann für viele, nach dem wilden und für manche auch abenteuerlichen Leben auf der Straße, schwierig sein sich an einen strukturierten Tagesablauf zu gewöhnen, wie er in einem Heim zu finden ist, Es ist daher grundlegend eine Anlaufstelle und somit ein Angebot, einen Übergang in ein geregeltes Leben zu bieten.
In den letzten Jahren ist es in den Einrichtungen in Santa Cruz zu großen finanziellen Engpässen gekommen. Daher mussten Häuser geschlossen werden, was zur Folge hat, dass das System zur Aufnahme und Integration von Straßenkindern auseinander fällt. Aus dieser Situation heraus ist die Notwendigkeit entstanden, den Übergang in ein Leben in den sozialen Einrichtungen auf andere Weise zu decken.

Mit einer Summe von 5.000€ jährlich wird BoliVIDA die Arbeit von zwei Straßen-Sozialarbeiter*innen mitfinanzieren.

Um diese Lücke zu schließen, werden nun in den nächsten drei Jahren die Straßen-Sozialarbeiter*innen das Bindeglied zwischen dem Leben auf der Straße und den Heimen darstellen. Diese Lösung ist einfacher zu organisieren und auch einfach billiger als eine gesamte Einrichtung. Auch wenn die Arbeit von zwei Sozialarbeiter*innen eine Einrichtung nicht ersetzen kann, so ist es doch essenziell hier ein Angebot zu schaffen.
In Santa Cruz besteht ein breites Netz solcher Street-Worker, die die Kinder- und Jugendlichen in ein passendes Heim vermitteln.

Zur Finanzierung gehören neben den Gehältern der Sozialarbeiter*innen auch der Transport zur Arbeit, pädagogisches Material, eine Erste-Hilfe-Ausstattung und die Projektleitung und das Monitoring durch die Don Bosco Mission. Diese Maßnahmen (insgesamt über 41.000 €) werden zum Großteil vom Kindermissionswerk übernommen. BoliVIDA übernimmt eine Summe von 5.000 € pro Jahr.
Wir freuen uns sehr, dieses Projekt unterstützen zu dürfen und danken euch und Ihnen allen für euer und Ihr Zutun!

VON MAITE GÖRTZ LIZARRAGA

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